Friedensort2GO Camp

Das Friedensort2GO Camp – Free choice future

Das Friedensort2GO CAMP fokussiert die Themen Gerechtigkeit & Frieden. Sechs Tage Beschäftigung mit der Tatsache, dass man immer die Freiheit der Wahl hat, welche Einstellung man Dingen gegenüber hat. Entscheidet man sich für die Zukunft oder für die Vergangenheit? Für die Betonung der Gemeinsamkeiten zwischen Menschen oder für die Betonung der Unterschiede? Für ein geschlossenes Bild von Kulturen oder für ein durchlässiges? Für Menschenverachtung oder Menschenfreundlichkeit? Unter dem Motto „free choice future“ trafen sich vom 14.-19. August 2021 jeden Nachmittag von 13.00 – 17.00 Uhr an die 20 Teilnehmer*innen aus Indien, Südafrika, Brasilien, Deutschland und Malawi um über Einstellungsfragen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu diskutieren. Christoph Pinkert, der in den ersten drei Tagen durch das Programm moderierte, eröffnete vielen der Teilnehmenden eine neue Perspektive neben dem multikulturellen und dem interkulturellen Konzept, erläuterte Pinkert das transkulturelle Konzept, das für die meisten der Teilnehmenden neu war. Es basiert auf dem Gedanken, dass alle Menschen von verschiedensten Einflüssen geprägt sind. Unabhängig von der Herkunft versuchten die Teilnehmenden über das zu reden, was sie mögen und was sie ausmacht, genauso wie darüber, was sie nicht können oder nicht leiden können. Es gehe darum, so Pinkert, das Gemeinsame zu suchen und die Differenzen zwar zu sehen aber ihnen nicht zu viel Gewicht zu geben.

„Bei einem solchen Verständnis des Menschen ist es leichter zu erkennen, wer man selbst ist und wie man leben will. Je besser die eigene Identität erfasst wird, desto besser kommen Menschen auch mit Anfragen an die eigene Identität zurecht“ so Pinkert. Um herauszufinden, wer man ist und wie man leben will, haben die Teilnehmer*innen jede*r für sich eine Selbstverpflichtung entworfen, was sie in der Zukunft häufiger und was sie weniger tun möchten, was sie neu beginnen und was beenden möchten.

Anschließend ging es darum diese auf sich selbst ausgerichtete Verpflichtung auszuweiten auf Lebenskontexte von Arbeit und Gemeindeleben.

Zu Beginn hatten die Teilnehmer*innen ihre Erwartungen an das Camp formuliert und sie waren selbst dafür verantwortlich, dass diese Erwartungen auch erfüllt wurden.